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28.09.2021

Blutarmes Operien ohne Gefäßligaturen

Nichts ist während eines chirurgischen Eingriffs so unbeliebt wie diffuse Blutungen, die das Sichtfeld einschränken. Der Einsatz einer bipolaren Pinzette, um sich die zeitaufwendigen Gefäßligaturen zu ersparen, ist Goldstandard.

Ein Schritt weiter geht die Versiegelungstechnik – Blutgefäße bis 8mm Durchmesser lassen sich schnell und sicher verschließen. Eine Ligatur wird überflüssig.

Elektrochirurgischer, hochfrequenter Strom in einer vorgegebenen Modulation erzeugt diese stabile Verkettung von Elastin und Kollagen. Die dabei entstandene Versiegelung hält ein Mehrfaches des normalen Blutdrucks aus und ist somit ein sicherer Gefäßverschluss, auch bei steigendem Blutdruck (Aufwachphase des Patienten).

Elementarer Bestandteil dieser Technik ist die START-STOP-Automatik. Während des aktiven Versiegelungsvorgangs erfolgt eine dauerhafte Impedanz (Widerstands)-Messung im Gewebe. Bei Erreichen des optimalen Zielwerts signalisiert das Elektrochirurgie-Gerät dem Chirurgen über ein akustisches Signal das Ende des Prozesses. Gleichzeitig stoppt auch der Stromfluss automatisch.

Diese Technik findet in der Humanmedizin schon lange Anwendung. Das meist minimal-invasive Operieren forderte bereits vor Jahren eine Alternative, da die klassische Ligatur in 2/3-Portal-Techniken sehr aufwendig ist. Aus der Entwicklung von Versiegelungszangen verschiedener Hersteller ergaben sich zwangsläufig unterschiedliche Fachtermini und Markennamen. Ob Versiegelungstechnik, Verschweißtechnik, Vessel-Sealing-Technik oder Thermostapling – es handelt sich immer um dieselbe Technik mit anderem Namen. Zangen wie Ligasure® (Covidien), Caiman® (Aesculap) und Thermostapler® (EMED) sind inzwischen so bekannt, dass diese Produkt-Eigennamen bereits als Pendant für die gesamte OP-Technik gelten.

In der Veterinärmedizin findet die Versiegelung mehr und mehr Gehör im chirurgischen Alltag. Kastrationen bei Hund, Katze und Heimtier und Splenektomien sind die typischen Einsatzgebiete. Kürzere OP-Zeiten, kein Fremdmaterial im Körper und eine schnellere Rehabilitation sind sehr gute Argumente für diese Technik.

Sehen Sie sich auf dem anovica YouTube-Kanal praktische Anwendungsbeispiele an

Selbstverständlich kann diese Technik auch in der Veterinärmedizin minimal-invasiv eingesetzt werden. Versiegelungszangen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Offen-chirurgische Zangen sind 17-25cm lang, minimal-invasive Zangen bis 32cm (passend für 10mm Trokare). Eine autoklavierbare Ausführung der Zangen (wie sie in der Humanmedizin eher unüblich sind) bietet sich aus wirtschaftlichen Gründen in der Veterinärmedizin an.

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